Kälte Therapie

Eiswürfel, Eis am Stiel, Eissprays (Chloraetyl), Eiswasser oder Coldpacks werden von uns unterstützend bei unseren Therapie- Maßnamen verwendet.

 

Ziele:

  • Herabsetzen der Schmerzempfindlichkeit
  • Erhöhung /Senkung des Muskeltonus
  • Durchblutungshemmend/Durchblutungsfördernd

 

Bei akuten Sporttraumen ist heutzutage der Einsatz von Eis zumindest umstritten. Lymphologen meinen, dass es sehr schnell nach der Eisanwendung (sogar schon nach einigen Minuten!) zu einem Zusammenklappen der Lymphgefäße kommen könnte, wodurch das Ödem noch zunehmen würde. Andererseits würde die normale Entzündungsreaktion gehemmt, wodurch der Heilungsprozess sich verzögere. 

 

 

Eis – Wann, Wie lang und Warum mache ich überhaupt eine Eisanwendung?


Die Therapie mittels Eis und kühlen ist in Fachkreisen sehr umstritten und die Meinungen gehen dort sehr weit auseinander. Dennoch hat man sich auf einige Grundsätze vorsichtig einigen können.

 

Eine Eisanwendung kann sinnvoll sein:

  • Sofort nach einer Verletzung (klassisch: umknicken eines Fußballers), um die Einblutung in das Gewebe so gering wie möglich zu halten und so einem großen Hämatom vorzubeugen (am Besten mit Eiswasser)
  • Wenn das Gewebe schon geschwollen und warm ist, zur Schmerzlinderung und zum Verhindern einer überschießenden, entzündlichen Reaktion

Hier sei angemerkt dass zu jedem Heilungsprozess eine leichte Entzündung dazu gehört!! Also eine Wärmeentwicklung ist normal und muss sein!

Grundsätzlich:

  • 2 – 3 x täglich ist ausreichend!
  • Nicht länger als 8 – 10 Minuten am Stück!
  • Andere Indikationen sind natürlich Mückenstiche, Schmerzen oder zum Beispiel auch Schluckbeschwerden etc.

 

Eissprays sind in der Regel nach akuten Sporttraumen nicht zu empfehlen weil:

  • es nur auf intakter Haut Verwendung findet (ist auf verletzter Haut nicht anzuwenden)
  • es nur eine Wirkung auf der oberen Hautschicht hat
  • die kühlende Wirkung schlecht abzuschätzen ist (es kommt schnell zu Erfrierungen)
  • die meisten Sprays eine Düse haben, die den austretenden Strahl verwirbelt, daher kommt es zu einem Sprühnebel der nicht genau genug appliziert werden kann

 

Eissprays (Chloraetyl) ohne Sprühnebel setzten wir (wenn überhaupt) nur ein wegen ihrer

  • psychologischen Effekte im Wettkampf (Kältegefühl auch durch Kleidung hindurch)
  • schnellen Detonisierung der Muskeln bei der Methode Stretch & Spray